Mein Vorsatz 2019 #WritingFriday Week 2

Guten Morgen Bücherfreunde,

Diese Jahr habe ich mich auf Elizzys Homepage das erste Mal für die Writing Challenge eingeschrieben.

Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Januar

  • Erzähle von einem Vorsatz für 2019.
    Wieso willst du dieses Ziel erreichen?  Wie sieht dein Plan aus?
  • Luisa Jessie (Missverständnis wird weiter unten geklärt) erwacht am Neujahrsmorgen und kann sich kaum an Silvester erinnern. Erzähle was geschehen ist!
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Endlich schien es für Klara wieder Bergauf zu gehen, nachdem sie…” beginnt.
  • Du bist eine zu spät ankommende Weihnachtskarte – berichte über deine Empörung!
  • Erzähle eine Geschichte über den gefrorenen See in deiner Kleinstadt.

 

Heute möchte ich Euch über ein wenig über meine Vorsätze für das Jahr 2019 erzählen.

Leider bin ich nicht sehr selbstbewusst und halte nicht viel von mir. Die Leute sagen, dass ich ruhig einmal stolz auf mich sein könnte, stolz auf alles, was ich in meinem Leben schon erreicht habe. Dazu gehört ein Master, ein noch laufendes Doktoratsprogramm, die Veröffentlichung zahlreicher Geschichten und diverse Vorträge, Prüfungen und weitere schulische Leistungen.

Trotzdem fühle ich mich manchmal wertlos und Menschen nützen meine verletzliche Seite aus, profitieren von meiner Gutmütigkeit und der Tatsache, dass ich nicht im Stande bin, „NEIN“ zu sagen. Ich helfe gerne, bin pflichtbewusst und möchte es allen immer Recht machen, aber manchmal sind auch meine Kapazitäten ausgeschöpft und ich sollte Prioritäten setzen. Deshalb möchte ich in diesem Jahr lernen, auf mich zu achten und Anfragen und Aufträge auch mal ablehnen. Vor Kurzem schrieb mich eine ehemalige Studentin an, ob ich ihre Masterarbeit auf Englisch korrigieren könnte. So wie ich bin, habe ich natürlich zugesagt und mir Zeit genommen, Seite für Seite durchzulesen und auf Fehler zu überprüfen, obwohl ich drei grosse Prüfungen vorbereiten muss. Als Dank erhielt ich folgende Nachricht: „Wenn du mal eine Ablenkung vom Lernen brauchst, kannst du ja noch weitere 30 Seiten meiner Arbeit korrigieren“ – Danke… das ging sogar mir zuweit und ich bin der Bitte nicht nachgegangen. Ich bin doch kein Trottel, den man anschreiben kann, nachdem man jahrelang den Kontakt verweigert hat! Genau solche Situationen zeigen mir, wie unsicher ich bin und daran muss ich dringend etwas ändern.

Meine Unsicherheit ist auch krankheitsbedingt. Seit 2013 leide ich an Emetophobie – die Angst, sich übergeben zu müssen. Es bereitet mir oft Mühe, in einem Restaurant oder bei Freunden zu essen. An Silvester habe ich sogar meinen eigenen Raclette-Käse mitgenommen. Daran möchte ich auch arbeiten. Ich will Sachen wagen, neue Länder bereisen und nicht mehr länger den Schwanz einziehen. Vielleicht wird mir das nicht immer gelingen, aber ich kämpfe und versuche das Leben wieder zu geniessen. Zu lange habe ich auf alles mögliche verzichtet und Dinge verpasst, die eine junge Frau in meinem Alter erlebt. Einen grossen Schritt habe ich 2018 gewagt: Nach vier Jahren Sommerurlaub in Rimini (Italien) stiegen mein Freund und ich in ein Flugzeug nach Miami Beach! Es waren die schönsten Ferien. Ich war sogar bei Five Guys und habe einen Burger nach dem anderen verputzt. Man muss sich trauen und vor allem muss man vertrauen! Das sind Ziele, die ich mir persönlich stecke. Neues ausprobieren, leckeres Essen, ferne Länder, andere Sitten. 

Des Weiteren möchte ich positiver denken. Ein Buch mit dem Titel „Das Geheimnis“ hat mir die Augen geöffnet. Zu oft gehe ich stets vom Schlimmsten aus und traue mir gar nichts zu. Man sollte sich selber Mut machen, an die Arbeit gehen, Leistung vollbringen und sich für diese auch belohnen. In diesem Buch steht, dass vieles von unseren Gedanken abhängt. Also habe ich mich mental angespornt, einen Essay für die Uni und einen Oneshot zu schreiben – beides hat geklappt. So soll es weitergehen, vor allem in Bezug auf meine Doktorarbeit, die ich Ende Jahr, spätestens Sommer 2020, einreichen möchte.

Ja, die Dissertation ist auch so ein Thema. Seit Monaten habe ich nichts geschrieben oder recherchiert. Mir fehlte die Motivation und ich konnte mich beim besten Willen nicht aufraffen und mich an diese Arbeit setzen. Doch nun habe ich hoffentlich bald einen neuen Betreuer und werde mir die grösste Mühe geben, ihm zu zeigen, was ich drauf habe und dass ich gerne in die interdisziplinäre Forschung gehen möchte. Ich werde an Tagungen teilnehmen, Forschungskolloquien besuchen, eine Studie zur motivgeschichtlichen Rezeption in der Bibel leiten und ein ganzes Stück weiterkommen!

So viel zu meinen Vorsätzen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Alles Liebe,
Eure Melanie

4 Kommentare zu „Mein Vorsatz 2019 #WritingFriday Week 2

  1. Hallo Melanie,
    ein bisschen habe ich mich in deiner Beschreibung wiedererkannt. Manchmal fällt es wirklich schwer „Nein!“ zu sagen. Manchmal ist es aber auch absolut notwendig, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Mich hat es zuerst auch Überwindung gekostet, aber mittlerweile bin ich froh, das gelernt zu haben.
    Für die Umsetzung deiner Pläne wünsche ich dir ganz viel Kraft!
    Liebe Grüße
    Anna

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Anna, danke für Dein Feedback. Ich muss dringend an meiner Einstellung arbeiten und mich nicht gleich von meinem schlechten Gewissen plagen lassen 😉 Hoffe, dass ich in Zukunft einer Situation resoluter begegnen kann.
      Liebe Grüsse
      Melanie

      Gefällt 1 Person

  2. Hey Melanie,
    schöne Vorsätze, vor allem weil du nicht so ganz-oder-gar-nicht-Vorsätze hast. Daran scheitert es glaube ich oft.
    Raus in die Welt zu gehen birgt zwar Gefahren, aber noch viel mehr Möglichkeiten, Erfahrungen und Inspirationen. Ich war da früher auch eher ängstlich, aber wenn man einmal beginnt die Tür einen Spalt zu öffnen, merkt man, dass sie ab und an ganz zu öffnen nicht schlimm ist.
    Grüße, Katharina
    von http://www.kathakritzelt.com

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Katharina
      Danke für Deine Antwort. Ich freue mich schon auf neue Erfahrungen und möchte auf jeden Fall wieder zurück nach Amerika, New York und später einmal die gesamte Westküste besuchen. Es gibt so viel zu entdecken!

      Liebe Grüsse
      Melanie

      Gefällt 1 Person

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