DOORS ? – Kolonie #rezension

Hallo liebe Bücherfreunde,

zuallererst möchte ich mich bei Euch entschuldigen, dass Ihr so lange nichts mehr von mir gehört habt. Mir ging es in den letzten Tagen leider nicht so gut und ich war notfallmässig im Krankenhaus mit Verdacht auf Venen-Sinus-Thrombose im Kopf. Was nun Grund für meine Schwellung in der linken Gesichtshälfte war, konnte noch nicht geklärt werden; es steht ein Besuch beim Neurologen an. Ich denke nicht, dass das Ganze mit meinem OCD zu tun hat, aber ich fühle mich völlig erschöpft und antriebslos. Des Weiteren musste noch eine Menge betreffend Dissertation geklärt werden und ich habe versucht, mich für das Verfassen des Textes zu motivieren.

Jedenfalls wollte ich gerne mal wieder eine Rezension schreiben und schulde Euch noch meine Meinung zu „DOORS ? – Kolonie“ (2018, Knaur Taschenbuch) von Markus Heitz. Insgesamt erschienen drei Bände, die anscheinend unabhängig voneinander gelesen werden können.

Dieser Band der Reihe war das zweite Projekt für unseren Buchclub „Kirja“. Ich habe die Serie oft im Buchhandel gesehen. Mich sprachen vor allem die Schlüsselloch-Cover an. Ohne gross auf den Inhalt zu achten, wäre das Erscheinungsbild allein schon ein Kaufgrund gewesen. doorskolonie

Inhalt gemäss Orell Füssli:

Du hast dich für „DOORS ? – Kolonie“ entschieden? Dann beginnt dein Abenteuer hier.

Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt den Ex-Soldaten Viktor mit einem fünfköpfigen Geo-Expertenteam los, um seine Tochter zu suchen. In einem gigantischen Höhlensystem entdeckt die Gruppe mehrere Türen mit mysteriösen Zeichen. Um Anna-Lena zu retten, müssen sie sich auf Pfade jenseits von Wissenschaft und Vernunft einlassen –
Eine der Türen führt die Gruppe mitten in die 40er Jahre.
Doch hier hat Nazi-Deutschland früh kapituliert, die USA haben kolonialgleiche Kontrolle über Europa übernommen und drohen dem Widerstand, angeführt von Russland, mit einem Atomschlag. Will Viktor überleben, muss er diesen Wahnsinn stoppen – um jeden Preis!

Mein Fazit:

Das Konzept hörte sich sehr vielversprechend an. Verschiedene Türen zu unbekannten Welten. Hinter jeder Pforte verbirgt sich ein Abenteuer. In Kolonie reisen die Figuren zurück in die 40er Jahre, um festzustellen, dass die Weltgeschichte einen anderen Verlauf genommen hat. Die Idee klingt spannend, doch um der Handlung wirklich folgen zu können, verlangt der Autor ein immenses, historisches Vorwissen.

Mir ging der Verlauf der Geschichte oft zu schnell, vor allem hüpft Heitz von einer Szene zur nächsten, ohne ein neues Kapitel oder einen neuen Absatz zu beginnen. Viele Passagen fliessen ineinander über, man kann leicht den Überblick verlieren. Hier erhält das Buch von mir einen Minuspunkt. Die Story hätte wirklich Potenzial gehabt, der Text ist bedauerlicherweise zu dicht und unübersichtlich gestaltet.

Mit den Figuren konnte ich bis zum (bitteren) Ende auch nicht warm werden. Keiner der „Helden“ hat es mir angetan. Sie alle hatten ihre Ecken und Kanten, ihre Makel, ihre Spleens. Ihr Charakter, die äusserliche Beschreibung und ihr Hintergrund sind für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Vielleicht hätte man weniger Personen in die Geschichte einführen müssen, dafür tiefer in den Seelen der Protagonisten graben. Viele Fragen über die Beziehungen zwischen den Figuren blieben unbeantwortet.

Von mir erhält Kolonie leider nur 2,5/5 Punkten.
Wer sich gerne eine eigene Meinung bilden möchte, kann das Buch hier kaufen.

Alles Liebe,
Eure Melanie

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