Diskussions-Donnerstag: Geld für die Welt

Liebe Leser,

bei meinem heutigen Beitrag zum Diskussions-Donnerstag möchte ich das finanzielle Ungleichgewicht auf Erden thematisieren. Unsere Gesellschaft lässt sich in drei Sparten einordnen: die Superreichen, der Mittelstand und die von grösster Armut betroffenen Menschen.

Manchmal kann ich gar nicht glauben, was ich in den Nachrichten höre und lese. Es gibt Leute, die besitzen so viel Geld, dass sie nicht mehr wissen, wie und für was sie es ausgeben könnten. So gönnen sich die Milliardäre gerne ein Filet vom Kugelfisch, dem giftigsten Fisch in unseren Gewässern, sei es aus reiner kulinarischer Neugier, sei es zu Gunsten des Nervenkitzels oder weil sie, ohne mit der Wimper zu zucken, mehrere tausend Dollar aus dem Geldbeutel ziehen, weil sie bereits alles besitzen, bis auf die Erfahrung, ein höchst toxisches Lebensmittel zu sich zu nehmen. Oder erinnert ihr euch noch an die Sendung, die vor vielen Jahren auf MTV lief – My sweet sixteen? In dieser Show feierten junge Leute, wie der Name schon verrät, ihren sechzehnten Geburtstag und wurden von ihren wohlhabenden Eltern bis zum Gehtnichtmehr mit Geschenken überhäuft. Ein neues Auto war dabei keine Seltenheit und manchmal waren die Beglückten mit der Auswahl nicht zufrieden, weinten vor laufender Kamera und erhielten, als kleine Entschädigung, noch den fetteren Karren. Es gibt noch viele Situationen, die ich aufzählen könnte: Schmuck von unschätzbarem Wert kaufen, massgeschneiderte Kleidung, die man im Fachhandel für den Bruchteil des Preises ergattern könnte und die für das Auge nicht weniger schick wirkt oder aber Speisen wie Kaviar kosten – reine Geldverschwendung.

Dann gibt es aber noch den Gegenpol, die hungernden und düsternden Menschen überall auf der Welt, sei es in Afrika, in den fernen Ländern des Ostens oder Südamerika, aber auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, wie es immer wieder in den deutschen Nachrichten zum Thema wird. Es geht hier um Familien, die am Existenzminimum leben, um Kinder, die sich keine Kleidung oder Spielsachen, nicht einmal die Grundausstattung für einen gelungenen Schulstart leisten können, weil es an jeder Ecke an Geld fehlt. Es sind die Menschen, die in der Arche zu Mittag essen, die sich die Kleidungsstücke von ihren älteren Geschwistern borgen oder aber auf der Müllhalde nach Puppen wühlen, mit denen sie sich die Zeit vertreiben können, weil Schulfreunde ihrem Haus fernbleiben wollen. Es geht aber noch weiter, was ist mit den Kindern in Afrika? Wieso sieht die Welt weg, wenn ein kleines Baby völlig unterernährt und dem Tode nahe im Fernsehen gezeigt wird? Wie viele Leute werden bei so einem Spendeaufgebot wirklich hellhörig, wie viele schauen nur weg? Es würde genug andere Menschen geben, die bestimmt genug Geld in der Tasche hätten, um ein Kind zu versorgen.

Da frage ich mich: weshalb herrscht auch heute noch, im 21. Jahrhundert, ein solches finanzielles Ungleichgewicht auf Erden? Was machen die Superreichen mit ihren vielen Millionen? Reicht es, wenn sie freundlich in die Kamera lächeln und einen Scheck hochalten, auf dem eine Spende von ca. 2000 Euro steht? Glauben sie so sei der Hungersnot entgegengewirkt? Anstatt Geld für nutzlose Spielereien auszugeben, sollten sie, die auch die Möglichkeit dazu haben, ihr Geld in Nahrung, Wasser und lebensnotwendige Medikamente investieren. Es kann doch nicht sein, dass Menschen vor Hunger sterben, während auf der anderen Seite des Globus Geld aus dem Fenster geschmissen wird. Es muss eine Änderung eintreten, sonst driftet diese Gesellschaft noch mehr auseinander. Wir „kleinen“ Menschen leisten schon einen Beitrag, indem wir uns eventuell, wenn es die Finanzen erlauben, für ein Patenkind in einem armen Land einsetzen und dessen Familie und Schulbildung unterstützen. Aber die grossen Haie sehen sich nicht verantwortlich, diese Welt zu verbessern und für genug Lebensmittel zu sorgen, dass wir alle einen stabilen Standard geniessen könnten. Die Welt benötigt mehr Spenden, sie benötigt, dass uns die Augen geöffnet werden, wie kritisch die Lage in Armut ist. Jeder von uns kann einen winzigen Beitrag leisten, kann 5 Euro im Monat spenden, kann somit einem Kind zu einer besseren Zukunft verhelfen, aber wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht und ich meine jetzt unsere Bonzen, die über abertausende von Euros verfügen, sollen ihr Geld in Wichtigeres inverstieren, als Drogen, Autos, überteuerte Speisen und Schnickschnack.

Was meint ihr dazu? Spendet ihr?

Ich habe vor einigen Monaten eine Patenschaft von worldvision übernommen. Mein Patenkind wohnt in der Mongolei und mit CHF 45.- im Monat ermöglicht es meine dürftige Spende, dem jungen Munkbayar ein besseres Leben zu bieten.

Liebe Grüsse
Eure Melanie

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